Abschlussgottesdienst der Schulanfänger im Kindergarten

Am 15. Juli war es soweit: Der "große Tag" für die Vorschulkinder der Tagesstätte begann um 9.00 Uhr mit einem fröhlichen und feierlichen Gottesdienst.

IMG 3437

Silas erzählt: "Wir haben im Gottesdienst Lieder gesungen. Jeder hat seinen namen gesagt und was ihm im letzten Jahr am besteln gefallen hat. Pfarrer Zill hat eine Schultüte dabei gehabt. Da drin waren ein Ball zum spielen, ein Tiger, der Mut und Stärke gibt, Taschentücher, wenn es mal Tränen geben sollte und eine Walnuss für Überraschungen. Herr Zill hat uns gesegnet. Danach haben wir einen Schutzengel von den Erzieherinnen geschenkt gekriegt."

Als Überraschung bekamen die Erzieherinnen von den Eltern und den Kindern eine bunte, selbstgestaltete Bank geschenkt. Hiermit nochmals ein herzliches Dankeschön.

Nach dem Gottesdienst ginge es mit einem Bus in einen Spielpark nach Schmiedel. Dort durften die Kinder nach Herzenslust spielen.

Zwischendurch stärkten sie sich an einem ausgiebigen Picknick und Törchen, die Eltern gebacken hatten.

Wieder im Kindergarten, spielten die Kinder bis zum Abendessen auf dem Spielplatz.

IMG 00661         IMG 0091

 

Nach einem Spaziergang und einem Besuch in der Eisdiele ging es nach und nach ins Bett.

 

IMG 0119

Manche Kinder hatten sich noch Vieles zu erzählen und bis das letzte einschlief, war es nach Mitternacht.

Es war ein schöner und erlebnisreicher Abschluss für alle Beteiligten.

Von den Anfängen des Ortes Baumholder

„Von den Anfängen des Ortes Baumholder“. So lautete der Titel eines gut besuchten Vortrages von Klaus Böhmer am 6. April 2016 im Sitzungssaal der Verbands-gemeindeverwaltung Baumholder.
Detailreich referierte er über die Besiedlung des Nahe-Glan-Gebietes zur Römerzeit und die Entstehung des fränkischen Hofverbandes Baumholder.
Die Herkunft des Ortsnamens, die Entwicklung des Ortes und die Erbauung der Kirche durch den Bischof von Verdun waren weitere interessante Aspekte der Ortsgeschichte.
Den thematischen Abschluss bildeten die Rolle des Klosters Tholey und die Bedeutung des Bistums Verdun für das Gebiet und die Pfarrei Baumholder im Hoch- und Spätmittelalter.
Der Inhalt des Vortrages ist ein Teilergebnis aus dem Chronikprojekt der Evangelischen Kirchengemeinde Baumholder, das schon weit gediehen ist.

Von den Anfängen des Ortes Baumholder

Die Dokumentation des Vortrages ist auf dieser Homepage unter „Historie“ zu finden.

Zum Nachdenken

Liebe Gemeinde,

bei der Sanierung unserer Baumholderer Kirche mussten auch die Balken am Dachansatz behandelt werden. Als wir auf dem Gerüst standen haben wir eine überraschende Entdeckung gemacht. An einigen Stellen wurden sie offenkundig vor Jahrzenten schon einmal erneuert. Man hat damals einfach Bretter als Sichtblenden angenagelt. Von unten ist der Unterschied kaum auszumachen. Wo allerdings die alten Hölzer noch vorhanden sind, erkennt man: Die Zimmerleute haben vor 267 Jahren jedes Brett sorgfältig stufig bearbeitet. Selbst da, wo man es mit bloßem Auge gar nicht erkennen kann. Für den Architekten und mich war es eine Freude das anzuschauen.
Wir haben offenkundig den Sinn für Schönheit verloren. Heute muss alles schnell gehen. Es muss möglichst billig sein. Jeder noch so aufwendige Schrank bekommt einfach eine Rückwand aus Pressspan verpasst. Ist billiger. Sieht ja sowieso kaum jemand. - Für unsere Vorfahren war das unvorstellbar. Alles ist ein Gesamtkunstwerk. Natürlich ist der Schrank auch stabiler. Und hält länger. Aber oft ist es – so glaube ich - einfach die Freude an der Arbeit, die Freude am Detail gewesen. Sie gehört einfach dazu.
Wir können von unseren Vorfahren lernen, sorgfältiger mit allem umzugehen. Und wieder Wert auf die Schönheit zu legen. Wir sind aufgefordert die Welt mitzugestalten. Unsere Kirche, unsere Häuser, unsere Stadt, die Gegenstände des Alltags. Das verändert die Welt in der wir leben. Wir werden auch weniger wegschmeißen. Und es verändert uns selbst. Ich bin fest überzeugt: Was wir tun, was wir anschauen, hat auch immer Auswirkungen auf uns selbst! Stellen sie sich vor, wir achten einmal weniger auf den Reingewinn, auf unsere Gier, sondern wieder mehr auf Sorgfalt, Haltbarkeit und Schönheit!

Ihr Burkard Zill