Zum Nachdenken

Montasspruch

Liebe Gemeinde,

der Frühling steht vor der Tür und mit ihm erwachen neue Kräfte in der Natur, aber auch bei uns Menschen. Sehnsüchtig schaue ich aus dem Fenster und mein Blick sucht die zarten Knospen an den Bäumen und Sträuchern. Auf dem Boden suche ich die zarten Triebe der Krokusse und Osterglocken. Und wenn die Sonne ihre ersten kräftigen Frühlingsstrahlen zur Erde schickt, spätestens dann möchte ich hinausgehen, die Luft tief einatmen und die Natur mit allen Sinnen genießen und … Gott loben für die Wunder, die er uns immer wieder schenkt. Mein Herz freut sich über so viel Schönes um uns herum. Es schlägt kräftig und zufrieden vor sich hin. Die Augen schließen sich langsam und mit einem tiefen Atemzug setze ich mich auf die Bank im Garten. Die Luft ist frisch und rein. Mehrmals atme ich tief ein und aus – wunderbar ist der Frühling. In diesen Momenten bin ich ganz nah bei Gott. Ich spüre seine Nähe und freue mich „ihm zu dienen“.

Im 1. Samuel 7,3 heißt es:

„Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein.“

Der Frühling gibt uns die Chance, den Blick auf Gott wieder neu auszurichten. Schnell kommt man vom Kurs ab und entfernt sich seinem gewünschten, angestrebten Ziel. Doch es ist nie zu spät, den Kurs zu korrigieren. Vielleicht ist ein Abkommen vom richtigen Weg manchmal auch nötig, um den richtigen Weg wieder wertschätzen zu können. Zwischen Karneval und Ostern liegt die Fastenzeit. Sie kann helfen, sich auf das Nötigste zu konzentrieren und zu beschränken. Allen überflüssigen Ballast dürfen wir ablegen. Er macht uns nur müde und nimmt uns gefangen. Ja, manchmal glaube ich, wir werden zu Dienern dieser Last. Das „Viele“ um uns herum nimmt uns gefangen. Es fordert uns jeden Tag. Es kostet Energie. Dabei kann Dienen auch eine befreiende Wirkung haben. Wer Gott dient, wird mit neuer Lebenskraft beschenkt. Dies geschieht sonntags im Gottesdienst, beim Lesen in der Bibel, im Gespräch mit anderen über unseren Glauben oder auf der Bank im Garten beim Einatmen der Frühlingsluft.

Ich wünsche uns allen, dass wir unseren Blick auf Gott in den kommenden Tagen und Wochen neu ausrichten und mit seiner geschenkten Kraft gestärkt in die vor uns liegende Zeit gehen können.

Ihr

Andreas Duhrmann