Minikirche 07.06.2019

Minikirche

Am Freitag, 7. Juni 2019 war es wieder soweit. In der Ev. Kirche in Baumholder fand wieder eine „Minikirche“ statt. Diesmal unter dem Leitgedanken: „Angenommen sein. Freundschaft und Zusammenhalt.“

Es wurde wieder miteinander gesungen, gebetet und gebastelt. In der Geschichte „Die drei Schmetterlinge“, die vorgelesen und vorgespielt wurde, ginge es um einen weißen, einen gelben und einen roten Schmetterling. Sie spielten auf der Blumenwiese und als es zu regnen begann, suchten sie Schutz bei einer weißen, gelben und roten Blumen. Aber zu dritt wurden sie weggeschickt. Nur der jeweils farbige Schmetterling durfte bleiben. Aber die drei haben zusammen gehalten und wurden am Ende durch Sonnenschein belohnt.

Im Anschluss durften die Kinder Schmetterlinge basteln. Der Kinderchor, unter der Leitung von Tina Hauch, sang zwei Lieder. Vielen Dank dafür. Als besonderes Ereignis durften diesmal alle Kinder mit Tina Hauch zum Orgelnachspiel hoch zur Kirchenorgel gehen. Sie bekamen die verschiedenen Funktionen gezeigt und vorgespielt. Und durften sogar mal in die Orgel reinschauen.

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein bei Kaffee, Apfelschorle und Kuchen war man sich einig, dass dies wieder ein schöner Nachmittag war.

Wir bedanken uns bei allen Helfern und wünschen allen Großen und Kleinen der Gemeinde eine schöne Sommerzeit.

Wir freuen uns schon auf die nächste Minikirche am 20. September 2019 um 16.30 Uhr in der Ev. Kirche.

Helfer für Tafel

Die Tafel sucht jeweils dienstags von 9 bis 11 Uhr ehrenamtliche Helfer für die Tafel bei der Lebensmittelvorbereitung.

Auch mittwochs von 8 bis 12 Uhr werden ehrenamtliche Helfer für die Vorbereitung und Ausgabe gesucht.

Wer sich gerne ehrenamtlich engagieren möchte, bitte bei Petra Edinger, Tel. 06783-2626 melden.

Zum Nachdenken

„Wo du kannst, da hilf den Bedürftigen. Hast du viel, so gib reichlich; hast du wenig, so gib doch das Wenige von Herzen.“
(Monatsspruch Oktober, Tobias 4,8+9)

Liebe Gemeinde,

wir blicken auf einen wunderschönen und heißen Sommer zurück. Mancherorts waren es über 40 Grad. Hitzerekorde wurden gebrochen. Zu heiß für alte und kranke Menschen. Ich blickte in die Gesichter dieser Menschen und sah ihre Erschöpfung. Ihnen fehlte Kraft und sie sehnten sich nach Abkühlung und nach einem Sommer, wie er früher einmal war.
Dagegen haben es andere genossen. Sie sprangen ins kühle Nass und saßen abends bis tief in die Nacht in geselliger Runde oder genossen den Sternenhimmel. Einen Bilderbuchsommer durften wir in diesem Jahr genießen. Zwar veränderten die Wiesen ihre grüne saftige Farbe in ein blasses grau und die Bäume haben schon früh ihre Blätter abgeworfen, und wenn es mal geregnet hatte, konnte der Boden die Wassermassen gar nicht aufnehmen. Aber all das konnte auf den ersten Blick uns die Freude an diesem herrlichen Sommer nicht nehmen. Der Klimawandel ist in aller Munde. Klimazonen verschieben sich und wenn man den Wissenschaftlern Glauben schenkt, wird sich in naher Zukunft für uns Menschen auf dieser Erde viel verändern. Dörfer sollen umgesiedelt werden, so z.B. das Dorf “Fairbourne“ in Großbritannien. Das Klima auf unserer Erde wird sich verändern. Korrekturen durch den Menschen sind notwendig, sie werden aber die Veränderungen nicht aufhalten können.
Neben dem Umweltschutz wird auch der Blick auf die Not der Menschen gerichtet werden müssen. Diese Not wird zunehmen und wir können sie nicht ignorieren.
Wir sitzen auf verdorrten Wiesen und können nachts wegen der Hitze nicht schlafen. An anderen Orten fehlt es aber bereits an Trinkwasser und Lebensmitteln. Diese Menschen haben gar keine andere Wahl, als ihre Sachen zu packen und sich auf den Weg zu machen – auf einen Weg, der ihnen das Überleben schenkt.
Es werden viele sein, sehr viele, die dem Duft nach frischem Wasser und saftigen Wiesen hinterherlaufen.

Liebe Gemeinde,

das Buch Tobias ist nicht so bekannt wir Paulus oder die 4 Evangelisten. Aber seine Worte sind eine pädagogische Hilfe zur Hinführung zum Glauben an Gott.

Bedürftigkeit hat es in der Vergangenheit schon immer gegeben – auch unter den reichen Menschen. Geld schützt nicht vor Not.
Gott möchte, dass wir unseren Blick auf die Not unserer Mitmenschen richten. Wer Not leidet, ist unser Nächster.
Der Klimawandel kommt … und mit ihm wächst auch die Not der Menschen auf der ganzen Welt. Wir werden ihn annehmen und gleichzeitig unsere Hilfe mehr denn je anderen Menschen zukommen lassen müssen. Sei es in der Nachbarschaft bei den älteren Menschen, die bei der Hitze nicht einkaufen gehen können oder in Afrika, wo Menschen ihr letztes Trinkwasser an europäische Firmen verkaufen mussten und nun auf der Suche nach neuem Trinkwasser sind.

Wer sich bei der Hilfe nicht aufopfert, sondern diese als Geschenk für seinen Nächsten empfindet, wird selbst das Gefühl von Dankbarkeit verspüren. Vielleicht gelingt es uns Menschen, mit dem Klimawandel auch die Nächstenliebe noch ein Stückchen mehr ins Zentrum unseres christlichen Handelns einziehen zu lassen.
Das wäre wunderbar.

Ihr
Andreas Duhrmann