Spurensuche in Tholey

 
Klaus Böhmer arbeitet schon länger an der Baumholderer Kirchengeschichte. Dabei stellte sich heraus, dass alte Beziehungen zum Benediktinerkloster in Tholey  in Zusammenhang mit  der Kirchengründung stehen. Damals gehörte das Kloster in Tholey, wie auch das Baumholderer Gebiet zum umfangreichen Besitz der Bischöfe in Verdun zwischen Saar und Rhein.
Begeistert von der Bedeutung dieser Zusammenhänge für die Geschichte des Fleckens Baumholder und der Pfarrei, nahmen Verbandsgemeindebürgermeister Peter Lang und Pfarrer Burkard Zill zusammen mit Klaus Böhmer eine Gelegenheit zu einem Besuch der Klosteranlage in Tholey wahr.
Dort wurden die Besucher von Bruder Wendelinus Naumann erwartet. Er ist Ordensbruder, Historiker und Experte für die Geschichte des Klosters. Nach einer Führung durch die Klosteranlage und die Abteikirche, hatten die Besucher Gelegenheit, sich anhand alter Dokumente und Unterlagen davon zu überzeugen, dass dem Kloster in Tholey noch im 13. Jahrhundert ein Anteil am Kirchenzehnten zustand. Darüber hinaus waren Vertreter der Pfarrei jährlich zur Teilnahme an einer Prozession zur Abteikirche verpflichtet. Während das aus dem Mittelalter stammende Zehntrecht nach 1300 wegfiel, blieb die Prozessionspflicht, bzw. eine entsprechende Abgabe, noch bis in die Neuzeit bestehen. Zuletzt waren dafür jährlich zwei Goldgulden an die Abtei abzuliefern.
Bruder Wendelinus Naumann beschrieb den Besuchern diese Zusammenhänge und erklärte sich auch zu einem Besuch mit Vortrag in Baumholder bereit. Beeindruckt und erfreut über die Aussicht der Baumholderer auf eine persönliche Begegnung mit dem Historiker bedankten und verabschiedeten sich die Besucher.
 
Klaus Böhmer
 
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Verbandsbürgermeister Peter Lang, Archivar Klaus Böhmer, Pfarrer Burkard Zill im Gespräch mit Bruder Wendelinus
 
 
Abtei Tholey klein und jpg
Blick auf die Abteil in Tholey