Wanderung Übungsplatz am 21.06.2014

Die mittlerweile 11. Wanderung über den Truppenübungsplatz fand am Samstag, den 21. Juni 2014 statt.
Rund 120 Wanderfreudige starteten um 07:30 Uhr an ''Edingers Mühle''.
Nachdem die Formalitäten erledigt waren, ging es endlich los.
Die 1. Etappe führte bis Ronnenberg (1609 14 Familien, 1744 21 Familien) und weiter nach Grünbach, wo 1477 3 Familien und 1843 43 Familien wohnten. 1937 hatte das Dorf 364 Einwohner und ein Gasthaus "Zur Steinalb".
Nach 10 km war dann für wenige Wanderer Schluss. Ein Bus der Westrich Reisen GmbH brachte die Wanderer zurück zur ''Edingers Mühle''.
Nächstes Ziel war die Schmidtmühle im Steinalbtal, deren Ruine wie verwunschen wirkt. Weiter ging es nach Ilgesheim, wo 46 Familien wohnten, und zum Fichtenhof. Dies war die 2. Etappe.
Wer dann noch nicht genug hatte, wanderte weiter über Ehlenbach Richtung Wilsenberg.
Steil war der Anstieg auf den Wilsenberg. Einige freuten sich auf den schönen Ausblick, andere tröstete der Gedanke, dass man sich von dort oben zurück zum Ausgangspunkt fahren lassen kann - wovon auch viele Gebrauch machten.
Der herrliche 360-Grad-Panoramablick vom Wilsenberg entschädigte für die Mühen des Aufstiegs. Mit guter Sicht nach Norden Richtung Hochwald, Erbeskopf und Idarkopf. In östlicher Richtung war sogar der Rotenfels bei Bad Münster zu erkennen.
Weiter ging es nach Kefersheim zum Endziel Zaubach.
Nach knapp 31 km war dann auch Schluss. Der letzte Bus brachte alle zufrieden wieder zurück zur ''Edingers Mühle''.

Durch dichte Wälder und offene Heideflächen, aber teilweise auch über breite Panzerstraßen führte die Strecke. Selten waren hingegen Querfeldeinstrecken, denn durch die jahrzehntelange Nutzung für Artillerieübungen verbirgt sich so manch gefährlicher Blindgänger im Boden.
Tiefe Spuren haben die Panzer an einigen Stellen hinterlassen, so wird trotz aller Idylle immer wieder deutlich, welches die Funktion des Platzes ist.
Überall tauchen die Zeichen militärischer Nutzung im Gelände auf, so führte die Strecke auch durch Kulissendörfer, in denen für Straßenkämpfe geübt wird.
Wenig ist von den früheren Siedlungen übrig geblieben, an vielen Stellen wird den Prozessen der Natur einfach freier Lauf gelassen.
Bestens organisiert war die Tour von Pfarrer Burkard Zill, der schon seit vielen Jahren Wanderungen über den Truppenübungsplatz anbietet und der als exzellenter Kenner des ausgedehnten Geländes und seiner mehr als 75jährigen Geschichte über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus bekannt ist, sowie den Helfern von der Bundeswehr, die darauf achteten, dass niemand auf dem Platz zurückblieb und die mit einem "Kehrwagen" den Abschluss des Zuges bildeten.
Für die gelungene Wanderung nochmals herzlichen Dank an alle an der Planung beteiligten Personen sowie der Westrich Reisen GmbH.
Es war eine gute Möglichkeit, einen Blick in diesen sonst unzugänglichen Landstrich zu werfen.