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Zum Tod von Klaus Böhmer

Am Abend des 05.07.2022 verstarb völlig überraschend Klaus Böhmer kurz nach seinem 70. Geburtstag. Er ist 1952 in Baumholder geboren und als Jugendlicher in unserem Ort und im Jugendzentrum groß geworden. Nach seiner Ausbildung zum Kaufmann und Studium der Sozialen Arbeit hat er 1988 die Leitung des Diakonischen Werkes in Idar-Oberstein übernommen. Obwohl er schon in dieser Zeit in Mandel bei Bad Kreuznach wohnt, ist er der Ev. Kirchengemeinde, der Stadt Baumholder und der Region weiterhin eng verbunden. Klaus Böhmer hat es ausgesprochen gut verstanden, das Diakonische Werk mit seine Fachdiensten auszubauen, professioneller aufzustellen und näher an die Gemeinden heranzubringen. Die wöchentliche Sprechstunde im Pfarrhaus Baumholder (und anderen Orten) gibt es bis zum heutigen Tage.
Schon in dieser Zeit hat er sich hobbymäßig für unser Pfarrachiv interessiert. So ist er auf die unvollendete Chronik der Stadt Baumholder von Albert Zink gestoßen, die seit 1963 in unserem Archiv lagerte. Er hat unsern Auftrag, die Chronik zu vollenden, gerne und mit der für ihn typischen Sorgfalt übernommen. Es folgten weitere Publikationen zur Geschichte unserer Region, zu der es bis dahin praktisch keine Veröffentlichungen gab. Nach seinem Ruhestand im Jahr 2012 hat er sich verstärkt der Erforschung der Geschichte unserer Kirchengemeinde gewidmet. Dieses ca. 500 Seiten umfassende Werk steht kurz vor der Fertigstellung. Ein weiteres Projekt, auch aus unserer Zusammenarbeit entstanden, ist die Geschichtswerkstatt Baumholder. Klaus Böhmer war bei der Umsetzung die treibende Kraft. Er hat es verstanden andere zur Mitarbeit zu gewinnen. Viele haben den Menschen Klaus Böhmer sehr gemocht.
Ich selbst verliere einen langjährigen Wegefährten, jahrzehntelang freundschaftlich verbunden. Die Stadt Baumholder einen fachkundigen Chronisten. Und die Ev. Kirchengemeinde einen ehrenamtlichen Mitarbeiter, der eine große Lücke hinterlässt.

Burkard Zill

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Zum Nachdenken

Im Johannesevangelium 17, 22 sagt Jesus:
„Ich habe ihm die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie alle eins seien, wie wir eins sind!“

Liebe Gemeinde,

nein – Jesus spricht hier natürlich nicht von der Zusammenlegung der Gemeinden. Er hält viel mehr seine Abschiedsrede. Und betet dabei für die Einheit der Menschen. Als ob er geahnt hätte, was an unseligen Streitereien in der Geschichte der Christenheit folgen wird. Er kennt die Neigung von Menschen sich gerne zu streiten. Er weiß um den fatalen Hang zur Macht, um Einfluss, um Gewinn. Interessanterweise appelliert Jesus keineswegs an Menschen: „Streitet nicht, seid einig!“ Das wäre auch wenig erfolgsversprechend. Er redet die Menschen gar nicht an. Stattdessen betet er zu Gott.

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